Programm
S.de
Murcia
Suite en re mineur
(ca.1670-1730)
für
Barockgitarre
Prelude
Allemande
Courante
Gigue
Sarabande
Gerhard
Müller-Hornbach (*1951)
„...bis
die Schatten der Nacht verdämmern...“ (1997)
11 Miniaturen für Flöte und Schlagzeug
I Ruhig
bewegt
II rasend schnell aber immer sehr
rhythmisch
III Entfesselt
IV sehr langsam – ermattet
V sehr schnell – gehetzt/ruhig – sehr frei
VI Unruhig beginnen – immer mehr beruhigen
VII langsam – etwas schleppend
VIII starr – unerbittlich im Tempo
IX Ruhig – schwebend
X schnell und wild – unerbittlich
XI Ruhig bewegt – sehr rhythmisch
Georg Philipp Telemann
Sonate D-Dur (1750)
(1681 – 1767)
für
Violoncello und Basso continuo
Lento
Allegro
Largo
Allegro
*** Pause ***
George
Crumb
„Mundus
Canis“
(1997/98)
(*1929)
5
Humoresken für Gitarre u. Percussion
I Tammy
II
Fritzi
III Heidel
IV
Emma-Jean
V Yoda
Domenico Gabrielli
Ricercar Nr. 7
(1689)
(1659-1690)
für
Violoncello solo
Heitor
Villa-Lobos
„Assobio a Játo“
(1950)
(1887 – 1959)
für
Flöte und Violoncello
Allegro
non troppo
Adagio
Vivo
MUTARE
ENSEMBLE
Das
Mutare Ensemble feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen mit
einem Jubiläumskonzert am 7. März im Sendesaal des Hessischen Rundfunks.
Das Ensemble wurde mit der Idee gegründet, einen in Ausdruck, Stilistik und
Besetzung vielseitigen Klangkörper zu schaffen, der sich mit dem Repertoire
vom Solostück bis zur Kammersinfonie in intensiver musikalischer und
programmatischer Arbeit auseinandersetzen kann. Einer der Schwerpunkte des
Ensembles sind die Werke des 20. Jahrhunderts und das zeitgenössische
Repertoire, das u.a. zur persönlichen Zusammenarbeit mit Komponisten wie
George Crumb, Hans Ulrich Engelmann, Michael Gielen, Hans Werner Henze,
Wilhelm Killmayer, Wolfgang Rihm oder Hans Zender führte.
Die Programmatik umfasst Uraufführungen, Portraitkonzerte, die Verbindung
von Kunst und Literatur mit Musik, zeitgenössisches und experimentelles
Musiktheater, konzept-, epochen- und stilbezogene Programme. Die Arbeit gilt
aber auch immer wieder der Auseinandersetzung mit der Romantik und
Spätromantik, mit dem Liedschaffen und Vokalwerken und nicht zuletzt der
Suche nach spezifischen Momenten, die Stücke verschiedener Epochen über
mehrere Jahrhunderte Musikgeschichte hinweg miteinander verbinden.
In
den letzten Jahren wurden außerdem in der Zusammenarbeit mit Jazz-Musikern,
Videokünstlern und Theaterleuten viele grenzüberschreitende Projekte
realisiert, u.a. im Palais Harrach in Wien oder in der Kunst- und
Ausstellungshalle der BRD Bonn.
Das
Mutare Ensemble konzertierte bei vielen wichtigen Festivals und
Veranstaltern wie den "Frankfurt Festen" in der Alten Oper
Frankfurt, den Darmstädter Ferienkursen, im Konzerthaus Berlin, bei der
"Ensemblia" Mönchengladbach, den "Tagen für Neue Musik
Weingarten", dem "Europäischen Musikfest" Stuttgart, im
Dresdner Zentrum für Zeitgenössische Musik und auf der EXPO2000.
Musiktheaterproduktionen wurden u.a. im Hessischen Staatstheater Wiesbaden,
im Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt, im Theâtre National Luxembourg, oder
im Teatro Olimpico in Rom gezeigt. Auslandsreisen führten das Mutare
Ensemble zu Festivals für zeitgenössische Musik in Genf, Rom, Florenz,
Segovia, Salamanca, Madrid und zuletzt nach Mexico.
Rundfunkproduktionen
wurden mit dem SDR, dem SR, dem SWF, dem NDR, dem WDR und dem HR realisiert.
Das Ensemble arbeitete mit Sängern wie Brigitte Fassbaender, Monica Groop,
Christian Elsner oder Klaus Mertens und spielte CDs mit Werken von Hans
Ulrich Engelmann und Ernst Toch sowie Othmar Schoecks "Elegie"
ein. Künstlerischer Leiter ist der Komponist und Dirigent Gerhard
Müller-Hornbach.
In
den letzten Jahren beschäftigten sich eine Reihe von Instrumentalisten des
Ensembles mit historischer Interpretationspraxis und dem Spiel auf
historischen Instrumenten. Diese Tatsache ermöglicht die Gegenüberstellung von Musik aus weit auseinanderliegenden Stilepochen in
authentischen Interpretationen innerhalb eines Programms. Hierbei können
sich die Berührungspunkte von historisch entfernter Musik wie im heutigen
Programm auf faszinierende Weise mitteilen. Eine ähnliche Begegung wird es
bei einem Konzert zusammen mit dem Chor „zwischenTöne“ in der Basilika
in Ilbenstadt am 20. März 2004 geben. Dort wird J.S.Bachs „actus tragicus“
- auf historischen Instrumenten interpretiert - der Komposition „Am Rande
der Zeit“ von Gerhard Müller-Hornbach gegenübergestellt werden.
Dirk
Peppel ist Soloflötist
am Staatstheater Karlsruhe und Dozent am Fachbereich Musik der Universität
Mainz. Er ist ein erfahrener Solist und Kammermusiker und seit vielen Jahren
Mitglied des MUTARE ENSEMBLE.
Dies
gilt ebenfalls für Olaf Van Gonnissen, der außerdem Professor an
der Musikhochschule Hamburg und Dozent an der Akademie für Tonkunst in
Darmstadt ist. In zahlreichen Kammermusikformationen (besonders im „Frankfurter
Gitarrenduo“) konzertiert er seit vielen Jahren im In- und Ausland und
spielte zahlreiche Aufnahmen unterschiedlichster Werke ein.
Susanne
Müller-Hornbach ist
Professorin an der Musikhochschule Köln und Dozentin an der Frankfurter
Musikhochschule. Daneben konzertiert sie als Solistin und Kammermusikerin
mit zahlreichen Ensembles. Sie gehört zu den Gründungsmitgliedern des
MUTARE ENSEMBLE.
Walter
Reiter verbindet seine
freie Konzertarbeit mit intensiver Unterrichtstätigkeit u.a. als Dozent am
Fachbereich Musik der Universität Mainz. Auch er gehört seit langem zum
Stamm des MUTARE ENSEMBLE.